Bei der Personalzeiterfassung handelt es sich um maschinelleVerfahren, die zur Zeiterfassung am Arbeitsplatz verwendet werden. Arbeitgeberkönnen mit den Geräten zur Zeiterfassung Arbeitszeiten von Arbeitnehmernoptimal erfassen und dokumentieren. Die Zeiterfassung am Arbeitsplatz bzw. diePersonalzeiterfassung fällt somit innerhalb der Betriebswirtschaft in denUnterbereich “Personalwesen”. In Deutschland werden Geräte zurPersonalzeiterfassung lediglich dazu verwendet, die Anwesenheit vonArbeitnehmern zu dokumentieren. Alle darüber hinausgehenden Anwendungen zurZeiterfassung am Arbeitsplatz wie beispielsweise hinsichtlich der Produktivitätvon Arbeitskräften bedürfen Sondervereinbarungen, die im Arbeitsvertragschriftlich festgehalten werden müssen. Den für Methoden zur Zeiterfassung, dieauch Aufschluss über die Produktivität geben, ist das ausdrücklicheEinverständnis des Arbeitnehmers notwendig.
Geschichte der Personalzeiterfassung – Von der Stechuhr zumRFID-Chip
Bei den Geräten, die heutzutage für diePersonalzeiterfassung genutzt werden, handelt es meistens um digitale Geräte,die mit der RFID-Technologie arbeiten. Die Vorgänger sämtlicher elektromechanischerund elektronischer Geräte zur Zeiterfassung am Arbeitsplatz waren mechanischeStechuhren. Die Stechuhren wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts imZeitalter Industrialisierung erfunden. Bis zum Aufkommen der ersten elektromechanischenGeräte zur Personalzeiterfassung Anfang der 80er Jahre des zwanzigstenJahrhunderts wurden die Stechuhren an Arbeitsplätzen wie Büros und Fabriken zurZeiterfassung der Angestellten eingesetzt. Mit den Stechuhren wurde lediglichder Arbeitsbeginn und das Arbeitsende von Arbeitnehmern aufgezeichnet. DieUhrzeiten wurden dabei von der Stechuhr automatisch auf eine Pappkartegedruckt. Das Bedrucken der Karte zu Beginn und Ende des Arbeitstages wurdeauch “Stempeln” genannt. Die Stempeluhr hatte ihren festen Platzsomit meistens am Eingangsbereich von Betrieben.
Mittlerweile sind sämtliche Geräte zur Zeiterfassung amArbeitsplatz mit digitalen Leseverfahren zur Identifikation der Arbeitnehmernausgestattet. Für die Identifikation von Personen zur Personalzeiterfassunggibt es heutzutage unterschiedliche Optionen – so werden beispielsweiseKunststoffkarten, die einen optischen oder magnetischen Code oder RFID-Chipsenthalten, verwendet. Dabei scheint die RFID-Technologie bei der Zeiterfassungan Arbeitsplätzen die magnetischen und optischen Verfahren zunehmend zuverdrängen. Ein klassisches RFID-System, so wie es heutzutage auch bei derPersonalzeiterfassung verwendet wird, besteht aus einem Funk-Transponder mitdem Lesecode auf einer Karte oder sonstigem Gegenstand und einem entsprechendenLesegerät, das den Code identifizieren kann. Die größten Vorteile derRFID-Technologie bei der Zeiterfassung in Betrieben liegen in der geringen Größeder Transponder und darin, dass sie relativ einfach auf Plastikkarten untergebrachtwerden können.
In die neuen Geräte zur Personalzeiterfassung können auchDaten wie zukünftige Abwesenheiten oder Zugangskontrollen für bestimmtePersonen bzw. bestimmte Bereiche in große Firmen-Komplexen integriert werden.
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